Rechtliches.

AGB für Agentur-, Social-Media- und Marketingdienstleistungen


Inhaltsverzeichnis

  • Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen
  • Vertragsunterlagen und Vertragsschluss
  • Leistungsumfang und Leistungsgrundsätze
  • Mitwirkungspflichten des Kunden und Freigaben
  • Korrekturen, Änderungswünsche und Zusatzleistungen
  • Termine, Drittanbieter und Werbebudgets
  • Vergütung, Auslagen und Zahlungsbedingungen
  • Vertragslaufzeit und Kündigung
  • Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Nutzungsrechte und Arbeitsergebnisse
  • Unterlagen, Inhalte und Rechte Dritter
  • Vertraulichkeit und Referenznennung
  • Haftung
  • Elektronische Kommunikation und Datenschutz
  • Anwendbares Recht und Gerichtsstand
  • Alternative Streitbeilegung
  • Schlussbestimmungen

1. Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

1.1 Anbieter

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nachfolgend „AGB“, gelten für alle Verträge zwischen

Silvan Hoffmann, handelnd unter „Silvan Hoffmann Media“
Möbelhof 5
14478 Potsdam
E-Mail: kontakt@silvanhoffmann.de
Telefon: 0331/28127820

nachfolgend „Anbieter“ oder „Agentur“ genannt,

und dem jeweiligen Kunden.

1.2 Kunden

„Kunde“ ist jede natürliche oder juristische Person, die mit dem Anbieter einen Vertrag schließt.

„Verbraucher“ ist eine natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.

„Unternehmer“ ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrages in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

1.3 Anwendungsbereich

Diese AGB gelten für alle Verträge über Agentur-, Social-Media-, Marketing-, Content-, Werbe-, Strategie-, Funnel- und vergleichbare Dienstleistungen, die der Anbieter mit Kunden schließt.

Die AGB gelten auch für künftige Geschäftsbeziehungen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird.

Entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

2. Vertragsunterlagen und Vertragsschluss

2.1 Angebot als individuelle Vertragsgrundlage

Der konkrete Leistungsumfang, die Vergütung, die Vertragslaufzeit und weitere projektspezifische Einzelheiten ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot des Anbieters einschließlich der darin enthaltenen Leistungsbeschreibung.

Das Angebot und diese AGB bilden gemeinsam die Vertragsgrundlagen. Ein zusätzlicher gesonderter Agenturdienstleistungsvertrag ist nicht erforderlich, sofern das Angebot auf diese AGB verweist und der Kunde das Angebot wirksam annimmt.

2.2 Inhalt des Angebots

Das Angebot kann insbesondere folgende Angaben enthalten:

  • die konkret beauftragten Leistungen,
  • Ziele und Schwerpunkte der Zusammenarbeit,
  • den Beginn und die Laufzeit des Vertrages,
  • die Vergütung und Zahlungsweise,
  • enthaltene Leistungen und Mengen,
  • enthaltene Korrekturschleifen,
  • gegebenenfalls Stundensätze für Zusatzleistungen,
  • besondere Freigabe- oder Mitwirkungsfristen,
  • gegebenenfalls gesonderte Regelungen zu Nutzungsrechten.

2.3 Anfrage und Angebot

Der Kunde kann per Telefon, E-Mail, Brief oder über ein Online-Kontaktformular eine unverbindliche Anfrage an den Anbieter richten. Der Anbieter kann dem Kunden daraufhin ein verbindliches Angebot in Textform, insbesondere per E-Mail, übermitteln.

2.4 Annahme

Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot innerhalb der im Angebot genannten Frist in Textform annimmt. Sofern im Angebot keine abweichende Annahmefrist genannt ist, kann das Angebot innerhalb von sieben Kalendertagen ab Zugang angenommen werden.

Die Annahme kann, sofern im Angebot nichts anderes bestimmt ist, auch durch Zahlung der im Angebot genannten Vergütung erfolgen. Für die Annahme durch Zahlung ist der Zahlungseingang beim Anbieter maßgeblich.

Nach Ablauf der Annahmefrist ist der Anbieter nicht mehr an das Angebot gebunden, sofern er dem Kunden nicht ausdrücklich eine spätere Annahme bestätigt.

2.5 Einbeziehung der AGB

Die AGB werden Bestandteil des Vertrages, wenn der Kunde vor Vertragsschluss auf ihre Geltung hingewiesen wurde und die Möglichkeit hatte, von ihrem Inhalt in zumutbarer Weise Kenntnis zu nehmen.

Der Anbieter kann die AGB dem Angebot als PDF beifügen oder im Angebot auf die dauerhaft abrufbare Website-Fassung verweisen. Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltende Fassung.

2.6 Vorrang individueller Vereinbarungen

Bei Widersprüchen gilt folgende Rangfolge:

  • individuelle Vereinbarungen im Angebot,
  • die Leistungsbeschreibung im Angebot,
  • diese AGB.

Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor entgegenstehenden Regelungen dieser AGB.

3. Leistungsumfang und Leistungsgrundsätze

3.1 Maßgeblicher Leistungsumfang

Die Agentur erbringt ausschließlich die im jeweiligen Angebot beschriebenen Leistungen. Leistungen, die im Angebot nicht ausdrücklich genannt sind, sind nicht geschuldet.

Der Anbieter kann insbesondere folgende Leistungen erbringen:

  • Verwaltung, Betreuung und Optimierung von Social-Media-Werbekampagnen,
  • Erstellung und Veröffentlichung von Werbe- und Social-Media-Inhalten,
  • Entwicklung von Marketingstrategien und Content-Ideen,
  • Analyse und Auswertung von Kampagnen,
  • Erstellung und Optimierung von Landingpages und Funnels,
  • Beratung und Unterstützung bei digitalen Marketingmaßnahmen.

Die konkrete Auswahl und der Umfang der Leistungen ergeben sich ausschließlich aus dem jeweiligen Angebot.

3.2 Dienstleistung und keine Erfolgsgarantie

Der Anbieter schuldet die Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen, nicht jedoch einen bestimmten wirtschaftlichen oder sonstigen Erfolg.

Insbesondere wird keine Garantie für bestimmte Umsätze, Umsatzzuwächse, Reichweiten, Likes, Klicks, Conversions, Bewerbungen, Neukunden, Rankings, Platzierungen oder sonstige Kennzahlen übernommen, sofern im Angebot nicht ausdrücklich eine rechtlich zulässige Garantie vereinbart wurde.

Der Erfolg der Zusammenarbeit hängt unter anderem von der Mitwirkung des Kunden, der Marktsituation, dem Werbebudget, der Qualität der bereitgestellten Inhalte und den Entscheidungen sowie technischen Rahmenbedingungen von Drittplattformen ab.

3.3 Gestaltungsspielraum

Soweit im Angebot keine detaillierten Vorgaben enthalten sind, verfügt der Anbieter über einen angemessenen Gestaltungsspielraum bei der Auswahl, Ausarbeitung und Priorisierung der Maßnahmen.

Gesetzlich erforderliche oder vertraglich vereinbarte Abstimmungs- und Freigabeprozesse bleiben unberührt.

3.4 Unterauftragnehmer

Der Anbieter ist berechtigt, geeignete Mitarbeiter, freie Mitarbeiter oder sonstige Unterauftragnehmer zur Erfüllung der vertraglichen Leistungen einzusetzen. Ein Anspruch des Kunden auf die Tätigkeit einer bestimmten Person besteht nicht, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.

4. Mitwirkungspflichten des Kunden und Freigaben

4.1 Bereitstellung von Informationen

Der Kunde stellt dem Anbieter alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Daten, Texte, Bilder, Zugangsdaten, Markenangaben, Zielgruppendaten und sonstigen Unterlagen rechtzeitig, vollständig und zutreffend zur Verfügung.

Sofern im Angebot keine andere Frist genannt ist, sind angeforderte Informationen und Unterlagen spätestens innerhalb von fünf Werktagen nach Anforderung bereitzustellen.

4.2 Entscheidungen und Zustimmungen

Der Kunde trifft die für die Durchführung des Auftrags erforderlichen Entscheidungen unverzüglich und holt erforderliche interne oder externe Zustimmungen selbstständig ein.

Der Kunde benennt auf Verlangen eine entscheidungsbefugte Ansprechperson.

4.3 Freigabe von Inhalten

Sofern eine Freigabe durch den Kunden vereinbart ist, stellt der Kunde seine Rückmeldung innerhalb der im Angebot genannten Frist zur Verfügung. Sofern im Angebot keine andere Frist genannt ist, müssen Inhalte spätestens 48 Stunden vor dem geplanten Veröffentlichungszeitpunkt freigegeben oder mit einer gebündelten Änderungsrückmeldung versehen werden.

Verzögerungen aufgrund fehlender oder verspäteter Rückmeldungen des Kunden verschieben vereinbarte Veröffentlichungs- und Terminpläne angemessen. Der Anbieter haftet nicht für Verzögerungen, die der Kunde zu vertreten hat.

Eine Freigabe ist nicht erforderlich, wenn die Parteien dies für bestimmte Inhalte oder für die gesamte Zusammenarbeit vereinbart haben.

4.4 Folgen fehlender Mitwirkung

Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht rechtzeitig nach, kann der Anbieter die Leistungserbringung und vereinbarte Termine angemessen verschieben. Der Anbieter ist außerdem berechtigt, einen dadurch verursachten zusätzlichen Aufwand nach vorheriger Mitteilung als Zusatzleistung abzurechnen.

Weitergehende gesetzliche Ansprüche, insbesondere wegen Verzugs oder Annahmeverzugs, bleiben unberührt.

4.5 Zugänge und technische Voraussetzungen

Der Kunde stellt die für die Leistungserbringung erforderlichen Zugänge zu seinen Social-Media-, Werbe-, Analyse- und sonstigen Plattformkonten rechtzeitig bereit und sorgt für deren ordnungsgemäße Nutzung.

Der Kunde ist für die Sicherheit seiner Zugangsdaten verantwortlich. Zugangsdaten dürfen nicht unbefugt an Dritte weitergegeben werden.

4.6 Rechtstexte und rechtliche Prüfung

Der Kunde ist für die Bereitstellung, Aktualität und rechtskonforme Einbindung seiner erforderlichen Rechtstexte, insbesondere Impressum, Datenschutzerklärung und sonstiger Hinweise, verantwortlich.

Der Anbieter übernimmt keine Rechtsberatung und ist nicht verpflichtet, vom Kunden bereitgestellte Rechtstexte rechtlich zu prüfen. Der Kunde sollte bei Bedarf anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen.

5. Korrekturen, Änderungswünsche und Zusatzleistungen

5.1 Enthaltene Korrekturschleife

Sofern im Angebot nichts Abweichendes vereinbart ist, ist bei beauftragten kreativen Leistungen je beauftragtem Arbeitsergebnis eine Korrekturschleife enthalten. Das Angebot kann insbesondere eine abweichende Anzahl von Korrekturschleifen, eine abweichende Zuordnung zu bestimmten Arbeitsergebnissen oder den Ausschluss von Korrekturschleifen vorsehen. Die konkrete Regelung im Angebot geht dieser Standardregelung vor.

Eine Korrekturschleife umfasst eine gebündelte Änderungsrunde am zuvor abgestimmten Entwurf. Der Kunde übermittelt seine Änderungswünsche möglichst vollständig und zusammengefasst innerhalb einer Rückmeldung. Eine Korrekturschleife umfasst keine vollständige Neuerstellung, keine Änderung der ursprünglichen Zielsetzung und keine nachträgliche Erweiterung des beauftragten Leistungsumfangs.

Als Arbeitsergebnis gelten je nach Auftrag beispielsweise ein einzelner Social-Media-Post, ein Werbemittel, eine Anzeige, eine Landingpage, ein Textentwurf, ein Grafikentwurf oder ein vergleichbarer einzelner Leistungsgegenstand. Maßgeblich ist die Einordnung im Angebot beziehungsweise in der Leistungsbeschreibung.

5.2 Nicht enthaltene Änderungen

Nicht von der enthaltenen Korrekturschleife umfasst sind insbesondere:

  • weitere Korrektur- oder Änderungsrunden,
  • Änderungswünsche nach bereits erfolgter Freigabe,
  • die Rückgängigmachung zuvor gewünschter Änderungen,
  • Folgeänderungen aufgrund nachträglich geänderter Vorgaben,
  • Änderungen der Funktion, Struktur oder Zielsetzung,
  • ein vollständiger Neuaufbau eines bereits abgestimmten Entwurfs,
  • Änderungswünsche nach Beginn der Umsetzung, sofern sie eine erneute Bearbeitung erfordern.

Diese Leistungen gelten als Zusatzleistungen.

5.3 Vergütung von Zusatzleistungen

Zusatzleistungen werden nur ausgeführt, wenn der Kunde sie beauftragt oder ihre Ausführung in Textform bestätigt. Die Abrechnung erfolgt nach dem im Angebot genannten Stundensatz oder Festpreis.

Ist im Angebot kein Preis für die Zusatzleistung genannt, unterbreitet der Anbieter dem Kunden vor Beginn der zusätzlichen Arbeiten ein gesondertes Angebot oder teilt den voraussichtlichen Zeitaufwand mit.

6. Termine, Drittanbieter und Werbebudgets

6.1 Besprechungs- und Produktionstermine

Vereinbarte Besprechungs-, Video- oder Fotoproduktionstermine sind verbindlich. Eine Verschiebung oder Nachholung ist nur nach vorheriger Vereinbarung möglich.

Bei einer Absage durch den Kunden innerhalb von 48 Stunden vor einem vereinbarten Video- oder Fotoproduktionstermin kann der Anbieter die tatsächlich entstandenen und nicht vermeidbaren Kosten sowie den bereits angefallenen angemessenen Aufwand berechnen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

6.2 Drittanbieter und Plattformen

Kosten für Werbeanzeigen, Premium-Mitgliedschaften, Software, CRM-Systeme, Schulungsplattformen, Hosting, Stockmaterial, Lizenzen, externe Produktion, Videoschnitt, Programmierleistungen und sonstige Leistungen Dritter sind nur dann in der Vergütung enthalten, wenn dies im Angebot ausdrücklich vereinbart ist.

Im Übrigen trägt der Kunde diese Kosten selbst und schließt erforderliche Verträge mit Drittanbietern in eigener Verantwortung. Der Anbieter wird dabei nur als Bevollmächtigter tätig, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.

6.3 Werbekonten und Werbebudget

Sofern der Anbieter mit der Betreuung eines Werbekontos beauftragt wurde, darf er im Rahmen des vereinbarten Auftrags Anzeigen einrichten, verwalten und optimieren.

Das Werbebudget wird mit dem Kunden abgestimmt. Ohne eine ausdrückliche Budgetvorgabe darf der Anbieter keine kostenpflichtigen Werbemaßnahmen über das Kundenkonto auslösen, es sei denn, der Kunde hat ihm hierfür ausdrücklich eine entsprechende Vollmacht oder Freigabe erteilt.

Die Entscheidungen, technischen Einschränkungen, Sperrungen, Löschungen und Änderungen von Werbe- und Social-Media-Plattformen liegen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters.

7. Vergütung, Auslagen und Zahlungsbedingungen

7.1 Höhe der Vergütung

Die Höhe der Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Sofern im Angebot nicht anders angegeben, verstehen sich die Preise als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.

7.2 Fälligkeit

Die Zahlungsweise und der Zahlungszeitpunkt ergeben sich aus dem Angebot. Sofern im Angebot keine abweichende Regelung enthalten ist, sind Rechnungen mit Zugang fällig und innerhalb von sieben Kalendertagen ohne Abzug zu zahlen.

Bei laufenden monatlichen Leistungen kann im Angebot eine Zahlung im Voraus für den jeweiligen Leistungszeitraum vereinbart werden.

7.3 Rechnungen in elektronischer Form

Der Anbieter ist berechtigt, Rechnungen elektronisch, insbesondere per E-Mail, zu übermitteln. Der Kunde stimmt der elektronischen Rechnungsübermittlung zu, soweit gesetzlich zulässig.

7.4 Vorschüsse und Zurückbehaltungsrecht der Agentur

Der Anbieter kann angemessene Vorschüsse auf Vergütung und Auslagen verlangen, sofern dies im Angebot vereinbart oder nachträglich mit dem Kunden abgestimmt wurde.

Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, weitere Leistungen bis zum Ausgleich der fälligen Forderungen zurückzuhalten, soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Gründe entgegenstehen.

7.5 Zahlungsverzug und Rücklastschriften

Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften. Der Kunde hat die durch eine von ihm zu vertretende Rücklastschrift tatsächlich entstandenen Bank- und Zahlungsdienstleisterkosten zu ersetzen.

Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

7.6 Aufrechnung und Zurückbehaltungsrecht des Kunden

Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht darf der Kunde nur ausüben, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht und die Gegenforderung unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist.

8. Vertragslaufzeit und Kündigung

8.1 Individuelle Laufzeit

Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Ein Vertrag mit einer vereinbarten festen Laufzeit endet mit Ablauf dieser Laufzeit, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf, sofern im Angebot nichts Abweichendes vereinbart ist.

8.2 Verträge auf unbestimmte Zeit

Sofern im Angebot keine feste Laufzeit vereinbart ist, wird der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann von jeder Vertragspartei mit der im Angebot genannten Frist gekündigt werden. Fehlt eine Regelung im Angebot, kann der Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.

Für Verbraucher gelten die jeweils zwingenden gesetzlichen Kündigungsrechte und Kündigungsfristen.

8.3 Form der Kündigung

Kündigungen müssen mindestens in Textform erfolgen, insbesondere per E-Mail, sofern nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist oder im Angebot wirksam eine strengere Form vereinbart wurde.

8.4 Außerordentliche Kündigung

Das Recht beider Vertragsparteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn einer Vertragspartei unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und nach Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertrages bis zum Ablauf der vereinbarten Laufzeit oder Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.

Der Anbieter kann den Vertrag insbesondere außerordentlich kündigen, wenn der Kunde trotz Mahnung erheblich oder wiederholt gegen Vertragspflichten verstößt, mit fälligen Zahlungen in Verzug ist oder erforderliche Mitwirkungshandlungen trotz angemessener Fristsetzung nicht erbringt.

8.5 Folgen der Vertragsbeendigung

Mit Beendigung des Vertrages sind bis dahin erbrachte Leistungen, angefallene Auslagen und wirksam beauftragte Zusatzleistungen zu vergüten.

Weitergehende Schadensersatzansprüche richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Bei der Berechnung eines Schadens werden ersparte Aufwendungen und anderweitig erzielte Einnahmen berücksichtigt.

9. Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, sofern kein gesetzlicher Ausschluss greift.

Die Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung des Anbieters, die dem Verbraucher vor Vertragsschluss zur Verfügung gestellt wird.

Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, kann der Anbieter im Fall eines Widerrufs Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen verlangen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.

Bei vollständiger Erbringung der Dienstleistung kann das Widerrufsrecht erlöschen, wenn der Verbraucher zuvor ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, und bestätigt hat, dass er bei vollständiger Vertragserfüllung sein Widerrufsrecht verliert.

10. Nutzungsrechte und Arbeitsergebnisse

10.1 Arbeitsergebnisse

Die Agentur behält die Rechte an von ihr erstellten Konzepten, Vorlagen, Texten, Grafiken, Websites, Softwarebestandteilen, Fotos, Videos, Worksheets, Strategien, Arbeitsmethoden und sonstigen Arbeitsergebnissen, soweit im Angebot oder in einer gesonderten Vereinbarung nichts Abweichendes geregelt ist.

10.2 Nutzungsrechte des Kunden

Nach vollständiger Zahlung der vereinbarten Vergütung erhält der Kunde die im Angebot vereinbarten Nutzungsrechte an den für ihn erstellten Arbeitsergebnissen.

Sofern im Angebot keine abweichende Regelung enthalten ist, erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die eigenen geschäftlichen Zwecke und für die im Auftrag vorgesehenen Medien und Kanäle. Eine Bearbeitung, Weitergabe oder Nutzung für andere Zwecke ist nur zulässig, wenn dies im Angebot vereinbart oder vom Anbieter in Textform genehmigt wurde.

10.3 Vorlagen und nicht verwendete Entwürfe

Allgemeine Vorlagen, Methoden, Konzepte, nicht verwendete Entwürfe, Rohdaten, offene Arbeitsdateien und sonstige interne Arbeitsmittel verbleiben beim Anbieter, sofern ihre Herausgabe nicht ausdrücklich vereinbart wurde.

10.4 Drittmaterial und Lizenzen

Für eingesetztes Drittmaterial gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen. Der Kunde darf solches Material nur im Rahmen der eingeräumten Lizenz nutzen.

11. Unterlagen, Inhalte und Rechte Dritter

11.1 Kundenseitige Inhalte

Der Kunde versichert, dass die von ihm bereitgestellten Texte, Bilder, Videos, Logos, Daten, Zugangsdaten und sonstigen Inhalte richtig sind und keine Rechte Dritter verletzen.

11.2 Freistellung

Der Kunde stellt den Anbieter von berechtigten Ansprüchen Dritter frei, die aus einer vom Kunden zu vertretenden Verletzung von Rechten Dritter oder gesetzlichen Vorschriften durch bereitgestellte Inhalte oder Anweisungen entstehen. Die Freistellung umfasst auch die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.

Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über entsprechende Ansprüche und stimmt eine rechtliche Verteidigung, soweit zumutbar, mit dem Kunden ab.

11.3 Aufbewahrung und Rückgabe

Nach Beendigung des Auftrags kann jede Vertragspartei erhaltene Unterlagen zurückfordern. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten sowie erforderliche Nachweise zur Abrechnung und Vertragsdurchführung bleiben unberührt.

12. Vertraulichkeit und Referenznennung

12.1 Vertraulichkeit

Die Vertragsparteien behandeln vertrauliche Informationen, die ihnen im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit bekannt werden, vertraulich und verwenden sie nur zur Durchführung des Vertrages.

Die Vertraulichkeitspflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren, von einem Dritten rechtmäßig übermittelt wurden oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen offengelegt werden müssen.

12.2 Verhalten in Besprechungen und Gemeinschaftsbereichen

Der Kunde verpflichtet sich, sich in Besprechungen, Videokonferenzen, Online-Gruppen und sonstigen Kommunikationsbereichen sachlich und respektvoll zu verhalten und vertrauliche Informationen anderer Kunden nicht weiterzugeben.

12.3 Referenzen

Der Anbieter darf den Kunden, dessen Namen, Marken und Logos nur dann als Referenz verwenden oder über die Zusammenarbeit werblich berichten, wenn dies im Angebot oder in einer gesonderten Vereinbarung ausdrücklich vereinbart wurde.

Eine erteilte Zustimmung kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, soweit dem keine berechtigten Interessen oder bereits veröffentlichte Materialien entgegenstehen.

13. Haftung

13.1 Unbeschränkte Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden aufgrund vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verhaltens, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, bei Übernahme einer Garantie sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften, insbesondere dem Produkthaftungsgesetz.

13.2 Haftung bei einfacher Fahrlässigkeit

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

In diesen Fällen ist die Haftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.

13.3 Datenverlust

Für Datenverlust haftet der Anbieter nach den vorstehenden Regelungen. Die Haftung ist der Höhe nach auf den Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei einer ordnungsgemäßen und regelmäßigen Datensicherung durch den Kunden erforderlich gewesen wäre.

13.4 Drittplattformen und Marktentwicklung

Der Anbieter hat keinen Einfluss auf Entscheidungen, technische Änderungen, Sperrungen, Löschungen, Reichweitenentwicklungen oder sonstige Maßnahmen von Social-Media-, Werbe-, Suchmaschinen- und anderen Drittplattformen.

Der Anbieter übernimmt daher keine Garantie für die dauerhafte Verfügbarkeit, Freischaltung oder bestimmte Performance solcher Plattformen. Der Vergütungsanspruch für ordnungsgemäß erbrachte Dienstleistungen bleibt hiervon unberührt.

14. Elektronische Kommunikation und Datenschutz

14.1 Elektronische Kommunikation

Der Kunde stimmt zu, dass die Kommunikation im Rahmen der Geschäftsbeziehung per E-Mail, Chat-Messenger, Videokonferenz oder Direktnachricht erfolgen kann, sofern keine gesetzlichen Gründe entgegenstehen.

14.2 Datenschutz

Personenbezogene Daten werden im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften verarbeitet. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.

Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet und die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, schließen die Parteien zusätzlich eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.

15. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

15.1 Anwendbares Recht

Für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

15.2 Gerichtsstand

Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters.

Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

16. Alternative Streitbeilegung

Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Der frühere Hinweis auf die EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung und der frühere Link zu dieser Plattform werden nicht verwendet.

17. Schlussbestimmungen

17.1 Teilunwirksamkeit

Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

17.2 Änderungen der AGB

Änderungen dieser AGB gelten für neue Verträge ab ihrer Veröffentlichung beziehungsweise ab ihrer Einbeziehung in das jeweilige Angebot.

Für bereits geschlossene Verträge gelten Änderungen nur, soweit sie wirksam vereinbart werden oder gesetzlich zulässig sind.

17.3 Vertragssprache und Speicherung

Vertragssprache ist Deutsch. Der Anbieter speichert die Vertragsunterlagen im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten und stellt sie dem Kunden auf Anfrage erneut zur Verfügung, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist.

Stand

Letzte Aktualisierung September 2026